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Gewaltprävention beim Fußballprojekt
Die heutige Theorie- und Praxiseinheit des Integrationsprojektes „Mit Fußball nicht im Abseits stehen“ stand unter dem Motto: Gewaltprävention. Als Gastreferent war Günther Thielking vom NFV vor Ort, der bereits im vergangenen Projektjahr erfolgreich eine Gewaltpräventionsmaßnahme durchgeführt hat.

Interessierter Gast bei der Maßnahme war auch Markus Büsing, Schiedsrichterlehrwart aus Osnabrück, der die Schiedsrichterausbildung im Rahmen des Projektes durchführt. Im Praxisblock wurden verschiedene Themenbereiche im Umkreis der Gewaltprävention spielerisch eingeführt. Rücksichtnahme, Kommunikation und gegenseitiges Helfen waren die Schwerpunkte, die mit guten Praxisbeispielen untermauert wurden. Im abschließenden Teil der Praxis stand die Kugel im Mittelpunkt. Spielen unter Futsalbedingungen förderte erneut das Zusammenspiel und bei 17 Toren kamen die Torjubel auch nicht zu kurz, was gute Kombinationen erst ermöglichten.
Im Theorieteil im Seminarraum wurde Grundsätzliches zum Begriff Gewalt diskutiert. Besonders anschaulich waren die Textbeispiele, die von den Projektteilnehmern im Hinblick auf die Schwere der Gewalt bewertet werden sollten. Die Beispiele regten zum Nachdenken an und sorgten u.a. dafür, dass vielfältige und subjektive Meinungen akzeptiert und darauf basierend ein eigenes Meinungsbild entstanden ist und erweitert wurde. Besonderer Wert wurde auf den Einfluss seelischer Gewalt gelegt, wobei die Jugendlichen sehr offen über eigene schmerzliche Erfahrungen berichteten.
Gruppenarbeit bildete den 2.Teil des Theorieblocks. Die Gruppen sollten die unterschiedlichen Gewaltformen differenzieren, über eigene Gewalterfahrungen im Fußball berichten und nach deeskalierenden Lösungsmöglichkeiten suchen. Die Ergebnisse wurden im Plenum von einem Schüler vorgetragen, der als Referent fungierte.
Etwas nervös standen einige Jungs wohl zum ersten Mal als Redner im Mittelpunkt. Im Hinblick auf die Teamleiterausbildung sicher wieder ein weiterer Schritt nach Vorne, da der Trainerjob gute Ansprachen verlangt und das Thema Gewalt von den Jungs sicher ein wenig mit anderen Augen gesehen wird.

Insgesamt war die Gewaltpräventionsmaßname für alle Teilnehmer wieder ein voller Erfolg. Günter Thielking fand eine treffende Sprache und unterfütterte seine Anliegen mit guten Beispielen, die die Jungs zur Mitarbeit animierten.

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